Mehrwöchige angeleitete Naturprogramme und psychisches Wohlbefinden
Einschränkungen
Wiederholte, angeleitete Aufenthalte in Wald, Garten oder Park über mehrere Wochen gingen in Studien mit besserer Stimmung und geringerer Ängstlichkeit einher. Für körperliche Messwerte ist die Datenlage deutlich dünner.
- Naturraum
- Wald, Park, Garten, naturnahe Freiflächen
- Tätigkeit
- Angeleitete Spaziergänge, Gartenarbeit, Bewegung im Grünen
- Untersuchte Personen
- Erwachsene, teils mit bestehenden psychischen Belastungen
- Dauer und Häufigkeit
- Programme über 8–12 Wochen · Einheiten 20–90 Minuten
- Gemessene Zielgrößen
- Depressive Stimmung, Ängstlichkeit, positiver und negativer Affekt
- Studienart
- Zwei systematische Übersichtsarbeiten mit Metaanalyse (50 bzw. 25 Einzelstudien)
Teilnehmende wissen, dass sie im Wald sind – Erwartungseffekte sind wahrscheinlich und lassen sich nicht herausrechnen. Die Programme unterscheiden sich stark voneinander (I² über 74 %). Fast alle Messungen erfolgten unmittelbar nach dem Programmende; belastbare Langzeitdaten fehlen. Für körperliche Gesundheitswerte reichen die Belege nicht aus.
Coventry PA, Brown JVE, Pervin J et al. Nature-based outdoor activities for mental and physical health: systematic review and meta-analysis. SSM – Population Health 2021;16. — 50 Studien, 14.321 gesichtete Datensätze.
Pan C et al. Forest therapy for psychological stress and emotional disorders: a systematic review and meta-analysis. BMC Public Health 2026;26:1736. — 25 Studien, 1.876 Teilnehmende; Vertrauen in die Evidenz nach GRADE moderat für Stress, gering für Angst und Depression.